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Frühjahrsinventur März 2024

Na, seid Ihr gut über den Winter gekommen? Ich für meinen Teil habe beschlossen, dass ab sofort nicht nur meteorologisch der Frühling begonnen hat, sondern ich bin jetzt auch aktiv im Frühlingsmodus und dazu gehört für mich neben dem obligatorischen Frühjahrsputz natürlich auch die halbjährliche Inventur.
Wie schon im Februar und Oktober letzten Jahres, möchte ich Euch heute zeigen, was sich in den letzten Monaten bei mir getan hat, denn ich hatte nicht nur ein paar Neuzugänge und Verluste, sondern hab auch mal wieder ein bisschen umgebaut.

Lasst uns aber erst einmal die Theorie hinter uns bringen. Ich hab die Tage mal wieder alles durchgezählt und das ist nun meine aktuelle Pflanzensammlung:

189 Hoyaspezies/-varianten, ein paar davon wie immer doppelt oder auch dreifach
14 sog. Aroids, also Aronstabgewächse
8 Blattkakteen
14 Sonstige

Quantitativ hat sich im Großen und Ganzen nicht wirklich viel getan. Im Herbst letzten Jahres hatte ich 231, aktuell 222 Pflanzen + um und bei 10 Sicherungskopien. Tatsächlich haben sich die Prioritäten aber noch einmal deutlich in Richtung Hoyas verschoben, denn da sind natürlich in der Zwischenzeit wieder ein paar dazugekommen.
Besonders bei meinen Aroids hatte ich in den letzten Monaten einige Verluste, als ich vor Weihnachten mit Covid flach lag und mich ein paar Wochen nicht angemessen um alle Pflanzen kümmern konnte. Mein Hauptaugenmerk lag natürlich auf der Versorgung meiner Hoyas und das haben mir ein paar Aroids nachhaltig übel genommen. Meine Lieblinge haben es aber glücklicherweise gut überstanden und auch bei den Hoyas hatte ich nicht zu viele Verluste, von ein paar Babys mal abgesehen.

In den Wochen, in denen mich Covid niedergestreckt hat, ist mir einmal wieder deutlich geworden, dass meine körperlichen Ressourcen begrenzt sind, d.h., ich bewege mich mit meinen Pflanzen an der Grenze dessen, was ich guten Gewissens versorgen kann.
Ich hab, das habt Ihr vielleicht schon mitbekommen, recht hohe Ansprüche und es geht mir nicht nur darum, möglichst viele meiner Wunschpflanzen zusammenzutragen, sondern ich möchte daraus auch besonders gesunde und schöne Exemplare heranziehen und meine Sammlung muss sich in die Wohnung einbinden lassen. Mit anderen Worten, es muss (in meinen Augen) hübsch sein ;o)
Ich hab deshalb vor Kurzem alle Pflanzen (bis auf meinen mickrigen Philodendron Tortum) aus dem Arbeitszimmer ins Schlafzimmer rübergeholt und nach stundenlangem Pflanzen-Tetris ins große Ganze eingebunden. In den anderen Zimmern sind kaum bis keine Pflanzen mehr, mein Privatdschungel begrenzt sich also fast ausschließlich auf das Schlafzimmer. Für jetzt, denn das kann sich bald auch wieder ändern, wenn die Pflanzen schneller wachsen als ich gucken kann.
Natürlich ist es im Schlafzimmer jetzt sehr voll, aber sowohl mein Mann, als auch ich lieben das und meine Katzen haben sich auch noch nicht beschwert. Ich hab die Pflanzen jetzt noch viel besser im Blick und den Arbeitsaufwand ebenfalls ein bisschen reduziert.

Meine inner variegated H. carnosa (links) hat leider diesen Winter ein wenig gelitten. Wahrscheinlich hat sie ein Wurzelproblem, aber ich hoffe, dass sie sich wieder berappelt und ich sie nicht aus dem Topf holen muss. Auch Bella (Mitte) hat gerade keine gute Zeit. Sie stand bis vor Kurzem unmittelbar unter einem LED-Panel über der Tür und nimmt es mir übel, dass sie nun in an dieser Stelle hängt. Sie hat aber selbst Schuld, muss sie halt nicht so lang werden ;o) Neben dem neuen Platz kämpft sie noch mit Wollläusen. Drückt mir die Daumen, dass sie sich wieder erholt.
Klaus, meine Rhipsalis pilocarpa rechts hängt ebenfalls noch nicht lang an dieser Stelle. Er wohnte bisher im Arbeitszimmer, aber ich hoffe, dass er sich auch im Schlafzimmer wohlfühlen wird. Die drei werden 9 Stunden von zwei Sansi-Spots beleuchtet.

In meinem Kindergarten hat sich nicht wirklich viel getan. Es ist ein stetiges Kommen & Gehen, wenn neue Stecklinge ein- oder Teenager hinaus in die weite Welt meine Hoyawände ziehen. Diese LED-Panel haben jeweils bis zu maximal 10 Watt und laufen für 12 Stunden von 9-21 Uhr. Sie dienen nicht nur der Pflanzenbeleuchtung, sondern sind abends auch eine indirekte Raumbeleuchtung. Ganz feine Sache, ich mag das Licht sehr gerne!

Die Hoyawand (also das Lochbrett) selbst wird durch einen 24-Watt-Spot beleuchtet, den ich am Regal über der Tür befestigt habe. Ein weiterer Spot luschert in der rechten Ecke von oben runter und beleuchtet die Hoyas in der Ecke. Die LED-Panel-Leiste ganz oben hab ich gerade erst nachgerüstet, da ich den Spot, der diesen Bereich ursprünglich ausgeleuchtet hat, auf meine Bella und die Rhipsalis umleiten musste. Die gesamte Beleuchtung läuft für 9 Stunden.

Herzlich willkommen in der dunkelsten Ecke meines Schlafzimmers ;o)
Ich staune immer wieder, wozu diese kleinen LED-Panel in der Lage sind. Seit ich die dort angebracht habe, ist Sunny (2. von rechts) in der Dauerblüte, sowohl H. sp. aff. burtoniae (ganz rechts), als auch H. 'Rosita' (2. von links) blühen regelmäßig und meine wunderschöne H. retusa blüht seit einigen Wochen ebenfalls ununterbrochen.
Ach so, Dischidia ruscifolia (Mitte) blüht auch mal wieder, aber da braucht man ja ne Lupe um die kleinen Miniblüten zu entdecken.

Dieses Bild hab ich vorletzte Woche aufgenommen. Seitdem hat sich ein bisschen was getan, denn anstelle der zwei Klemmspots beleuchten nun ebenfalls LED-Panel die Hoyas über dem Fernseher, sowie den Epiphyllum guatemalensis in der Blumenampel.
Auf dem Regal über der Heizung stehen ein paar meiner besonderen Lieblinge, die es im Winter gerne etwas wärmer haben. Die Heizung ist auch im Winter nicht im Dauereinsatz und ich hab die Temperatur über das kombinierte Thermo- und Hygrometer immer im Blick.
Vielleicht ist Euch schon aufgefallen, dass ich im ganzen Zimmer Hygrometer aufgestellt habe. Die dienen der Kontrolle der Luftfeuchtigkeit, die im Winter leicht mal aus dem Ruder läuft. Wir haben deshalb auch in den kalten Monaten einen Luftentfeuchter laufen.

Die beiden Klemmspots haben diesen Bereich bisher sehr ungleichmäßig ausgeleuchtet. Eine Hoya stand zwangsläufig so nah an einem Spot, dass sie nicht nur gesunstressed, sondern nahezu gegrillt wurde, andere standen sehr schattig. Durch die Panel haben nun alle eine gleichmäßige Beleuchtung.
Natürlich sind die Panel an der Zimmerdecke keine Augenweide, aber im laufenden Betrieb sieht man die Kabelage kaum und wenn die Hoyas buschiger werden, fällt das auch nicht mehr so sehr auf.

Mit dieser, meiner ersten Hoyawand fing der eigentliche Wahnsinn an und ich liebe sie nach wie vor heiß und innig. Sie hängt quasi direkt am Fußende meiner Bettseite und ist das erste, was ich sehe, wenn ich morgens aufstehe (und meine Brille aufgesetzt habe ;o) )
Ich spiele hier mehrmals wöchentlich Hoya-Tetris, weil ich eigentlich immer etwas finde, was es zu verbessern gilt. Und sei es nur, zwei nebeneinanderstehende Hoyas zu vertauschen, weil das Gesamtbild dann schicker aussieht oder eine der beiden mehr oder weniger Licht bekommt. Es gibt immer was zu tun!

Vor dem Fenster hab ich schon wieder die Sonnenterasse für Lotte und Hannes aufgebaut. Diese große Platte ist eigentlich ein Fotountergrund aus meiner Foodbloggerzeit, dient jetzt aber als Vergrößerung der Fensterbank für meine Katzen und natürlich auch ein paar wenige Pflanzen :o)

Sobald die Temperaturen es zulassen, ist das Fenster eigentlich ununterbrochen auf, es sei denn es regnet rein. Die Katzen und auch meine Pflanzen lieben die frische Luft und auch wir Zweibeiner genießen es sehr. Der Blick aus dem Fenster geht dann direkt in die Baumkrone der Rotbuche vor dem Fenster.

Ich musste gerade selbst mal eben in meinem letzten Inventur-Blogbeitrag schauen, ob Ihr dieses Regal schon kennt, aber ja, das stand schon im Oktober an dieser Stelle. Die einzige Änderung sind die beiden Prop-Boxen, die PERFEKT in die unterste Etage passen und in denen ich jetzt empfindliche und kranke Pflanzen aufpäppel.
Oh, und noch eine Neuigkeit, Hoya undulata blüht. Sie blüht! Ok, eigentlich ist sie mittlerweile bereits verblüht, aber schaut Euch diese wunderschönen Blüten an! Vor einem Jahr noch hätte ich nie gedacht, dass ich dieses Schätzchen mal zum Blühen bringen würde. Ich bin eine fürchterliche Pessimistin und gehe immer vom Schlimmsten aus, deshalb ist die Freude jetzt umso größer ;o)

So, das war's schon wieder. Reicht auch, ne?
Die nächste Inventur gibt's dann wieder im Herbst und wie immer, wenn Ihr Fragen habt, hinterlasst mir gerne einen Kommentar. Hollt jo fuchtig!


Hoya, Hoya, Ho!
Steph

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